Ärgerlich

Ärgerlich ist es, wenn man als Terminsvertreter in einer Angelegenheit mit einem Streitwert von 150 EUR bei Gericht nur ein Versäumnisurteil beantragen kann, weil der Gegner unentschuldigt nicht zum Termin erscheint.

Noch ärgerlicher ist es, wenn der Gegner sodann Einspruch gegen das Versäumnisurteil einlegt und zum Folgetermin wiederum nicht erscheint.

Und am ärgerlichsten ist es, wenn das Gericht dann feststellt, dass der Gegner nicht ordnungsgemäß geladen wurde und die mündliche Verhandlung deshalb nun vertagt und ein dritter Termin notwendig wird.

Schade eigentlich.

Die Oberjustizkasse Hamm hat mir heute auf Veranlassung des Amtsgerichts Köln € 924 überwiesen. Sehr schön. Nur leider kann ich die Zahlung überhaupt nicht zuordnen und das Aktenzeichen sagt mir nichts. Ein Anruf beim Amtsgericht bestätigt: Das Geld sollte an eine Kollegin mit ähnlichem Namen gehen. Da hat sich das Gericht leider vertan. Auf § 818 Abs. 3 BGB werde ich mich nun nicht mehr berufen können. Schade eigentlich.

Das Geld einfach zurücküberweisen geht natürlich auch nicht. Das mag die deutsche Finanzbürokratie überhaupt nicht. Stattdessen muss ich nun erst eine offizielle Aufforderung samt Kassenzeichen abwarten, damit meine Überweisung auch ordnungsgemäß verbucht werden kann. Es gibt Schlimmeres.

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