Gemeinsam

Guido Westerwelle gerade vor der Presse:

„Und deshalb werden wir Freidemokraten, gemeinsam mit den Kollegen und Kolleginnen der Regierungskoalition, Christian Wulff unterstützen.“

Interessante Differenzierung: Ich dachte immer, die FDP wäre Teil der Regierungskoalition. Westerwelle sieht dies offenbar anders.

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Von der Leyen

Im Radio freute sich heute schon jemand darauf, Angela Merkel und Ursula von der Leyen gemeinsam beim WM-Finale im Juli in Südafrika jubeln zu sehen. Das wäre sicherlich ein nettes Bild, aber das es so kommen wird ist eher unwahrscheinlich, und das wird nicht an Frau von der Leyen liegen. Größere Chancen, als die deutsche Nationalmannschaft auf einen Finaleinzug, hat nämlich gegenwärtig sie als Anwärterin auf das Amt des Bundespräsidenten. Ich bin mir noch unschlüssig, was ich letztlich davon halten soll.

Der Kollege Stadler hat dankenswerterweise auf einen Beitrag der FAZ vom 16. April 2007 aufmerksam gemacht, der viel Licht auf den ansonsten immer als vorbildlich beschriebenen, aber für die meisten Leser im Dunkeln liegenden Lebensweg der Dame wirft. Wer hätte das gedacht: Auch Ursula von der Leyen ist keine Überfrau, sie hat Ecken und Kanten und nicht immer alles richtig gemacht. Das macht sie für mich aber eher sympathischer.

Gemeinhin wird sie als ZensUrsula diffamiert, weil sie sich als Familienministerin konsequent für Netzsperren eingesetzt hat, die angeblich der Verbreitung von Kinderpornographie im Internet einen Riegel vorschieben sollten. Darüber mag man denken, wie man will – ich lehne jegliche Netzsperren konsequent ab – aber ihr deshalb die Eignung für das Amt als Bundespräsidentin abzusprechen, halte ich nicht für angebracht.

Im Gegenteil: Wer Frau von der Leyen als üble Populistin betrachtet, sollte sich vielmehr darüber freuen, dass sie als Bundespräsidentin keine Entscheidungsgewalt mehr hätte und dann künftig nur noch als Grüß-Ursula durch die Gegend reisen würde. Meinetwegen auch zur WM nach Südafrika. Als Bundespräsidentin würde sie sicherlich keine schlechte Figur machen.

Andernfalls könnte ich mir auch vorstellen, dass Frau von der Leyen in ein paar Jahren Frau Merkel als Bundeskanzlerin beerben möchte. Und bei dem Gedanken bekomme auch ich Bauchschmerzen.

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Ungeliebte Wahrheiten

Der Kollege Hoenig hat sich die Mühe gemacht, die Aussagen des ehemaligen Berliner Finanzsenators Thilo Sarrazin (SPD) im Gesamtzusammenhang zu zitieren.

Betrachtet man diese, bleibt von dem häufig gehörten Vorwurf, Sarrazin differenziere nicht, nur noch heiße Luft übrig. Er differenziert sehr wohl und sehr zutreffend.

Anstatt den Boten hinzurichten, sollte sich die vermeintlich politisch korrekte öffentliche Meinung also besser einmal mit den von Sarrazin geäußerten Wahrheiten auseinandersetzen.

Und die SPD sollte einmal überlegen, ob sie es sich leisten kann, nach Clement den nächsten klugen Kopf in ihren Reihen ins Abseits zu stellen.

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Chimes of Freedom

flag

Far between sundown’s finish an‘ midnight’s broken toll
We ducked inside the doorway, thunder crashing
As majestic bells of bolts struck shadows in the sounds
Seeming to be the chimes of freedom flashing
Flashing for the warriors whose strength is not to fight
Flashing for the refugees on the unarmed road of flight
An‘ for each an‘ ev’ry underdog soldier in the night
An‘ we gazed upon the chimes of freedom flashing.

In the city’s melted furnace, unexpectedly we watched
With faces hidden while the walls were tightening
As the echo of the wedding bells before the blowin‘ rain
Dissolved into the bells of the lightning
Tolling for the rebel, tolling for the rake
Tolling for the luckless, the abandoned an‘ forsaked
Tolling for the outcast, burnin‘ constantly at stake
An‘ we gazed upon the chimes of freedom flashing.

Through the mad mystic hammering of the wild ripping hail
The sky cracked its poems in naked wonder
That the clinging of the church bells blew far into the breeze
Leaving only bells of lightning and its thunder
Striking for the gentle, striking for the kind
Striking for the guardians and protectors of the mind
An‘ the unpawned painter behind beyond his rightful time
An‘ we gazed upon the chimes of freedom flashing.

Through the wild cathedral evening the rain unraveled tales
For the disrobed faceless forms of no position
Tolling for the tongues with no place to bring their thoughts
All down in taken-for-granted situations
Tolling for the deaf an‘ blind, tolling for the mute
Tolling for the mistreated, mateless mother, the mistitled prostitute
For the misdemeanor outlaw, chased an‘ cheated by pursuit
An‘ we gazed upon the chimes of freedom flashing.

Even though a cloud’s white curtain in a far-off corner flashed
An‘ the hypnotic splattered mist was slowly lifting
Electric light still struck like arrows, fired but for the ones
Condemned to drift or else be kept from drifting
Tolling for the searching ones, on their speechless, seeking trail
For the lonesome-hearted lovers with too personal a tale
An‘ for each unharmful, gentle soul misplaced inside a jail
An‘ we gazed upon the chimes of freedom flashing.

Starry-eyed an‘ laughing as I recall when we were caught
Trapped by no track of hours for they hanged suspended
As we listened one last time an‘ we watched with one last look
Spellbound an‘ swallowed ‚til the tolling ended
Tolling for the aching ones whose wounds cannot be nursed
For the countless confused, accused, misused, strung-out ones an‘ worse
An‘ for every hung-up person in the whole wide universe
An‘ we gazed upon the chimes of freedom flashing.

(Bob Dylan, 1964)

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George W. Bush wegen Hochverrats angeklagt

Der ehemalige amerikanische Präsident George W. Bush hat sich wegen Hochverrats selbst angezeigt und hofft damit, der Todesstrafe zu entgehen. Der Ex-Präsident, verantwortlich für den völkerrechtswidrigen Krieg im Irak, erklärte dazu:

„Last month, I had a conversation with Jesus Christ. A new conversation. And I’ve been very blessed to have been born again, again. This time, for real, It’s taken a lot of soul searching, or more like deep-soul diving, I think is the term. But now I see that it was wrong to lead our nation to war under false pretenses. Millions have suffered for my sins, and I see now that it is only fitting that I should suffer as well.
I want to make amends, and it is for this reason that I am requesting that I be indicted for high treason. I thank the court for allowing me to right my grave wrongs. Bring it on!””

Diese Zukunftsvision der perfekt gefälschten New York Times (‚All the news we hope to print‘) vom 04. Juli 2009 ist zu schön, um wahr zu werden. Aber man wird ja auch mal träumen dürfen.

Bring it on!

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Danke, Hillary!

Hillary Clinton hat heute offiziell Ihre Kandidatur um das Amt des nächsten US-Präsidenten beendet und Barack Obama ihre Unterstützung im Kampf um das höchste Staatsamt der USA zugesichert. In einer Rede in Washington D.C., unweit des Weißen Haus, sagte sie:

„The way to continue our fight now to accomplish the goals for which we stand is to take our energy, our passion, our energy and do all we can to help elect Barack Obama, the next president of the United States. Today as I suspend my campaign, I congratulate him on the victory he has won and the extraordinary campaign he has won. I endorse him and throw my full support behind him and I ask of you to join me in working as hard for Barack Obama as you have for me.“

Hoffen wir, daß die amerikanischen Wähler im November wissen, was sie zu tun haben. 

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Schwanengesang einer Partei

Die SPD hat ihre Ankündigung, Gesine Schwan als Gegenkandidatin bei der Wahl des Bundespräsidenten im nächsten Jahr aufzustellen, wahr gemacht. Obwohl jedem intelligent denkenden Menschen klar ist, daß Frau Schwan nur mit den Stimmen der SED PDS Linken gewählt werden kann, sieht die ehemalige Volkspartei SPD darin nichts Verwerfliches: Schwans Kandidatur sei eine Chance, über ‚unterschiedliche Perspektiven zu diskutieren‘, so Parteichef Beck.

Die Perspektive des SPD ist nunmehr klar: Mit sozialistischer Hilfe will sie bei der Bundestagswahl 2009 wieder den Kanzler stellen. Schon einmal hat man in diesem Land geglaubt, eine extremistische Partei durch die Beteiligung an der Macht zähmen zu können. Was folgte waren die 12 dunkelsten Jahre der deutschen Geschichte.

Die SPD Becks und Nahles‘ demaskiert sich immer weiter, der Linksruck wird immer offensichtlicher. Nach der Landtagswahl in Bayern wird sich zeigen, ob die demokratische Mitte auch weiterhin die Mehrheit in der Bundesversammlung stellt. Und Frau Schwan, die bereits 2004 gegen Herrn Köhler verloren hat, wird uns hoffentlich auch im nächsten Jahr erspart bleiben.

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