Schiedsrichter kaufen

Auf einem beliebten Rechtsberatungsportal wurde folgende Frage mit dem Betreff „Aktuelle Mediamarkt-Werbung“ gestellt:

seit einige Tage ärgere ich mich maßlos über die Fernsehwerbung des o.g. Konzern.
Hier wird in diffamierender Weise das Bild der Italienische Bürger völlig überzeichnet.
In 1 der 4 ausgestrahlten Werbespots wird u.A. der Spruch „wir kaufen dafür die Schiedsrichter“ verwendet.
Als italiener empfinde ich solche Aussagen als ehrverletzend, diskriminierend und überhaupt nicht witzig.

Heutzutage werden Blogger für viel weniger abgemahnt, aber so ein Konzern darf offensichtlich alles (sie haben schon eine ähnliche Werbung, aber mit Polen als „Thema“, gebracht)

kann ich Mediamarkt auf Unterlassung verklagen?
Wie läuft sowas ab, müßte ich die bei der Polizei anzeigen?

Natürlich wird der italienische Fußball in dieser Werbung völlig falsch dargestellt. Nie würden italienische Vereine Schiedsrichter kaufen. Wo doch der italienische Fußball weltweit als Synonym für ehrlichen, sauberen und fairen Sport bekannt ist.

Und überhaupt ist Italien doch das sympathischste Land der Welt. Kriminalität ist dort ein Fremdwort. Auch Sauberkeit wird ganz groß geschrieben. Besonders in Neapel, der Stadt mit der fleissigsten Stadtreinigung der Welt. Und nie würden Italiener einen Schmierlappen zum Ministerpräsidenten wählen. Ach was.

Wie der Media Markt bloß auf diese völlig abwegige und abstruse Idee gekommen ist?

Und daß Olli Dittrich bei so was auch noch mitmacht … tss, tss … 😉

Blogged with the Flock Browser

Tags: , , ,

Schwanengesang einer Partei

Die SPD hat ihre Ankündigung, Gesine Schwan als Gegenkandidatin bei der Wahl des Bundespräsidenten im nächsten Jahr aufzustellen, wahr gemacht. Obwohl jedem intelligent denkenden Menschen klar ist, daß Frau Schwan nur mit den Stimmen der SED PDS Linken gewählt werden kann, sieht die ehemalige Volkspartei SPD darin nichts Verwerfliches: Schwans Kandidatur sei eine Chance, über ‚unterschiedliche Perspektiven zu diskutieren‘, so Parteichef Beck.

Die Perspektive des SPD ist nunmehr klar: Mit sozialistischer Hilfe will sie bei der Bundestagswahl 2009 wieder den Kanzler stellen. Schon einmal hat man in diesem Land geglaubt, eine extremistische Partei durch die Beteiligung an der Macht zähmen zu können. Was folgte waren die 12 dunkelsten Jahre der deutschen Geschichte.

Die SPD Becks und Nahles‘ demaskiert sich immer weiter, der Linksruck wird immer offensichtlicher. Nach der Landtagswahl in Bayern wird sich zeigen, ob die demokratische Mitte auch weiterhin die Mehrheit in der Bundesversammlung stellt. Und Frau Schwan, die bereits 2004 gegen Herrn Köhler verloren hat, wird uns hoffentlich auch im nächsten Jahr erspart bleiben.

Blogged with the Flock Browser

Tags: , , ,

Keine Entschädigung für Heike Makatsch

Pressemitteilung des LG München I vom 07.05.2008:

Nach zwei heute verkündeten Urteilen der 9. Zivilkammer des Landgerichts München I erhält weder die Schauspielerin Heike Makatsch, noch ihr Kind eine Entschädigung für Veröffentlichungen von Paparazzi-Fotos in Zeitschriften des Heinrich Bauer Verlages.

Heike Makatsch hatte selbst und für ihre kleine Tochter vom Heinrich Bauer Verlag eine Geldentschädigung von insgesamt € 35.000,00 verlangt, weil dieser im März 2007 Fotos veröffentlicht hatte, auf denen die Schauspielerin mit ihrem wenige Wochen alten Baby bei einem Spaziergang durch Berlin zu sehen ist.

Im Mittelpunkt des Rechtstreits stand die Frage, ob die Fotoveröffentlichungen als schwere Persönlichkeitsrechtsverletzung zu bewerten sind. Nur dafür gibt es nämlich nach der Rechtsprechung eine – gesetzlich übrigens nicht geregelte – Geldentschädigung, wobei gerade bei Bildnisveröffentlichungen mit der Begründung geringe Anforderungen gestellt werden, dass keine anderen Abwehrmöglichkeiten als der Anspruch auf eine Geldentschädigung zur Verfügung stehen.

Das Landgericht wies trotz der besagten „geringen Anforderungen“ beide Klagen ab. Durch die Fotos werde – so das Urteil der Richter – weder der Kernbereich der Persönlichkeitsrechte von Mutter und Kind (etwa ihr Intimbereich) berührt, noch würden die beiden in einen negativen Kontext gerückt. Die Aufnahmesituation greife auch nicht in einen erkennbar privaten oder gar nach außen hin abgegrenzten Bereich wie Wohnung oder Garten ein. Vielmehr erschöpften sich die Aufnahmen darin, Mutter und Kind auf einem Spaziergang in ihrem Wohnort zu zeigen. Allein darin sah die Kammer keine besondere Schwere der Persönlichkeitsrechtsverletzung. Weiter führt die 9. Zivilkammer aus:

„Würde man anders entscheiden, so würde letztlich jede einwilligungslose Bildnisveröffentlichung mit einer Geldentschädigung sanktioniert. Dies war und ist vom Gesetzgeber so nicht gewollt. Auch die Rechtsprechung, die die vom Gesetzgeber hinterlassene Lücke zu schließen versucht hat, ist ersichtlich darum bemüht, keinen generellen Entschädigungsanspruch für Bildnisveröffentlichungen zu schaffen, sondern diesen Anspruch durch das Tatbestandsmerkmal der besonderen Schwere der Persönlichkeitsrechtsverletzung zu begrenzen. Diese Anforderungen würden schlicht ignoriert und das von der Rechtsprechung entwickelte Regel-Ausnahme-Verhältnis in sein Gegenteil verkehren, würde man die streitgegenständliche Veröffentlichung im vorliegenden Falle einer Geldentschädigungspflicht unterwerfen.“

Urteile des Landgerichts München I, Az.: 9 O 22942/07 und 9 O 23075/07; beide nicht rechtskräftig

Ich frage mich, wie die Entscheidung des Gerichtes mit der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichtes unter einen Hut zu bekommen ist. Der für Grundrechte zuständige I. Senat hatte erst im Februar  entschieden, daß zwar auch Berichte und Fotos über das Privatleben Prominenter von der Pressefreiheit geschützt sind. Voraussetzung ist allerdings, daß die Berichte der Meinungsbildung zu Fragen von allgemeinem Interesse dienen (1 BvR 1602/07, 1606/07 u. 1626/07 – Beschluss vom 26. Februar 2008).

Diese Voraussetzung sah das BVerfG angesichts eines Fotos der Monegassen-Prinzessin Caroline mit Ehemann plaudernd im Sessellift nicht gegeben.

Inwiefern ein Spaziergang einer b-prominenten Ex-Viva-Modertatorin und Schauspielerin mit ihrem wenige Wochen alten Kind anders zu beurteilen ist, ist mir unverständlich.

Meinungsfreiheit für Christoph Daum

Anläßlich einer DSF-Dokumentation über Homosexualität im Fußball wurde Christoph Daum, Trainer des 1. FC Köln, mit folgender Aussage zitiert:

Da wird es sehr deutlich, wie sehr wir dort aufgefordert sind, gegen jegliche Bestrebungen, die da gleichgeschlechtlich ausgeprägt ist, vorzugehen. Gerade den uns anvertrauten Jugendlichen müssen wir mit einem so großen Verantwortungsbewusstsein entgegen treten, dass gerade die, die sich um diese Kinder kümmern, dass wir denen einen besonderen Schutz zukommen lassen. Und ich hätte da wirklich meine Bedenken, wenn dort von Theo Zwanziger irgendwelche Liberalisierungsgedanken einfließen sollten. Ich würde den Schutz der Kinder über jegliche Liberalisierung stellen.

IMG_1902

Nun kann man dieses Zitat verschieden deuten. Der Fußball ist eine der letzten Bastionen, in der Homosexualität schräg angesehen und Schwule einen schweren Stand haben. Sollte Christoph Daum seine Aussage also dahingehend gemeint haben, daß man Jugendliche vor ungewolltem Outing und ungewollter Konfrontation mit diesem Thema schützen sollte, verdient das Zustimmung.

Und wenn Christoph Daum keine gleichgeschlechtliche Sexualität mag, ist es ebenfalls sein gutes Recht, das auch zu sagen. Art. 5 Abs. 1 S. GG gilt auch für Fußballtrainer.

Anders sieht es Volker Beck, parlamentarischer Geschäftsführer der Grünen im deutschen Bundestag und Kölner MdB, bekanntlich selbst homosexuell: «Die Äußerungen zur Homosexualität von Christoph Daum sind unerträglich und ich erwarte, dass die Vereinsführung des 1.FC Köln sich hiervon distanziert.»

Warum sollte der Verein das tun? Auch Christoph Daum hat das Recht auf seine Meinung, selbst wenn sie dem ein oder anderen, mit berufsmäßiger Betroffenheit reagierenden Interessenvertreter nicht gefallen mag. Herr Beck macht sich mit seiner Forderung lächerlich und sollte besser seine Klappe halten. Denn political correctness ist auch eine Form von Faschismus.

Mittlerweile hat Christoph Daum seine Aussagen übrigen konkretisiert:

Grundsätzlich bin ich ein toleranter und liberaler Mensch. Ich habe keinerlei Berührungsängste zu homosexuellen Menschen. Auch in meinem Bekanntenkreis gibt es Einige, die gleichgeschlechtliche Beziehungen leben. Kinderschutz geht mir aber über alles. Kinder müssen vor Gewalt und sexuellen Übergriffen, ganz gleich ob homo- oder heterosexuellen Menschen, geschützt werden. Deswegen arbeite ich auch aktiv bei der Organisation Power-Child.

Damit ist alles gesagt.

Blogged with the Flock Browser

Tags: , , ,

„Ich bleibe.“

Christoph Daum hat vor ungefähr einer Stunde nach mehrstündigem Verhandlungsmarathon am Geißbockheim erklärt, daß er dem 1. FC Köln auch in der ersten Liga als Trainer erhalten bleiben wird. „Es hat zwar etwas länger gedauert, aber es gab einige Punkte, die noch geklärt werden mussten.“

21/05/2008

Der FC geht also wohl weiter unruhigen Zeiten entgegen. Bekommen wir jetzt alle 6 Monate dasselbe Theater?

Alles für den Aufstieg!

IMG_5016

Noch 27 Stunden und 40 Minuten bis zum Anpfiff des wohl wichtigsten Spiels dieser Saison.

Im EXPRESS-Forum schrieb dazu der User „Joker“:

Es gibt Fußballspiele, die hat man mit dem Abpfiff eigentlich schon vergessen, zumindest aber unter ‚ferner liefen‘ abgehakt.
Dann gibt es die Fußballspiele, an die man sich gerne erinnert, weil eine ansprechende Leistung geboten wurde. Aber auch diese sind bald vergessen und nur auf Nachfrage oder an gegeben Anlässen erinnert man sich dann ganz fern – ja, da war doch mal was…

Schließlich gibt es noch die Sorte von Fußballspielen, die man nicht nur nicht vergisst, oder sich an sie ‚bloß‘ erinnert – es gibt auch Spiele, die man posthum fühlt. Irgendwie.
Es sind diese Spiele, deren entscheidende Szenen sich immer wieder in Tagträumen vor dem ‚geistigen Auge‘ abspielen. Sehr bemerkenswert ist die Tatsache, dass man auch immer das Gefühl, welches man bei diesen spielentscheidenden Szenen hatte, neu durchlebt – so, als ließen sich Emotionen konservieren. Positiv, wie negativ.

Es ist ein untrüglicher Beweis dafür, wie sehr der emotionale Zustand eines Fußballfans mit der Leistung und dem Ergebnis seines Vereins verbunden ist. Ich merke das am eigenen Leib. Mir geht es heute gut. Verdammt gut. Denn am vergangenen Sonntag bescherte mir mein Verein eines dieser Spiele, an das ich mich noch lange und gerne erinnern werde.

Die Atmosphäre am Sonntag war schon von Beginn an eine wirklich Gute. Außergewöhnlich wurde sie aber erst später, in etwa ab der 54. Minute, als Helmes einen 25 m – Pass von Broich volley an die Latte hämmerte. Mit dem Torschrei auf den Lippen ging von da an die Post ab, als hätte Helmes den Startschuss gegeben. Nicht einmal gegen Gladbach gingen die Ost- und Westtribünen so ab, wie am Sonntag. Nicht nur der letzte Spieler, auch der allerletzte Fan im hintersten Winkel unseres Tempels hatte begriffen, dass dieser Gegner nur mit vereinten Kräften zu besiegen war. Und das hierfür seine Stimme von Nöten gewesen ist.

Der Torschrei zum 2:1 glich einer mittleren Eruption – den zum 3:1 kann man im übertragenen Sinne als ‚Vulkanausbruch‘ bezeichnen. Als hätten 46.000 Menschen eine seelische Last abgeworfen. Was man nicht hören konnte, waren die glitzernden Augen der in rot-weiß gekleideten Fans. Neben Stolz meinte ich vor allem Hoffnung in ihren Blicken zu erkennen. Die Hoffnung war vor dem Spiel eine zarte Pflanze, die man am gerne irgendwie vor was auch immer schützen und bewahren wollte – nach dem Spiel erwies sich unsere zarte Pflanze als wuchernder Dschungel. Natürlich lasse ich mich gerne von diesem ‚Hoffnungs-Dschungel‘ anstecken – obwohl ich’s eigentlich besser wissen müsste.

Wo Hoffnung Einzug hält, ist auch die Enttäuschung nicht weit. Das Eine hängt mit dem Anderen unweigerlich zusammen – die Hoffnung an sich war noch nie eine Garantie dafür, dass sie auch erfüllt wurde. Die Konsequenz eines enttäuschten Hoffens ist dann (wieder einmal) das Leiden. Nicht nur wer schön sein will, muss leiden. Wer FC-Fan sein will, ohne völlig durchzudrehen, dem muss die Leidensfähigkeit in die Wiege gelegt sein worden. Oder die Fähigkeit, bedingungslos zu lieben. Am Besten aber beides…

Nach dem gestrigen Spiel steigt meine Hoffnung ins Unermessliche. Wie sich die Lage jetzt darstellt, ist es eigentlich optimal: Gewinnt der FC, sind wir durch. Da gibt es keine Rechnerei mehr. ‚Wenn’s‘ und ‚abers‘ können wir getrost bei Seite schieben. Wir haben eine Situation, die sich sehr treffend mit einem kleinen Zauberwort ziemlich präzise beschreiben lässt:

FINALE!

Alleine der Gedanke an das was sich da am Sonntag im Müngersdorfer Stadion abspielen könnte, lässt mich schaudern. Am Sonntag um ca. 15:48 Uhr, werden wir aller Voraussicht nach entweder ‚himmelhoch jauchzend‘ oder ‚zu Tode betrübt‘ sein – wenn nicht gerade unentschieden gespielt wird. Die komplette emotionale Bandbreite die der Fußball und unser Herzensverein zu bieten haben, ist am Sonntag im Bereich des Möglichen. Meine Sorge um die Statik des Stadions, die ich in diesem Zusammenhang schön einmal äußerte, ist sicherlich berechtigt. Wer seinerzeit das Aufstiegsspiel gegen St. Pauli live im (damals halbfertigen)Tempel zu Müngersdorf miterlebt hat, kann sich ausrechnen, was uns erwartet.

Wer hinsichtlich dieses Spiels vom ‚wichtigsten Spiel in der jüngeren Vereinsgeschichte‘ redet, der übertreibt nicht. Bestimmt nicht. Von diesem einen Sieg hängt mehr ab, als von jedem Spiel zuvor, angefangen über die Trainerfrage, bis hin zum Präsidium und letztendlich auch der Verbleib unserer besten Spieler. Müssen wir wieder einen kompletten Neuanfang starten, oder haben wir nach Sonntag noch einen ‚Stamm‘ an Spielern, mit denen wir, ergänzt um sinnvolle Neuverpflichtungen, das Abenteuer ‚1. Bundesliga‘ in Angriff nehmen können?

Sollten die Zeiten in denen wir nach Koblenz und Aue gefahren sind, tatsächlich und endgültig vorbei sein? Bayern anstatt Wehen? Schalke an Stelle von Augsburg? Es hat schon etwas Perverses an sich, wenn die Mühen, das Hoffen und Bangen einer, nein, genauer gesagt zwei Saisons, nun auf ein einziges Spielchen, auf läppische 93 oder 94 Minuten reduziert wird. Wir kennen diesen Sport alle zur Genüge und wissen, was für Überraschungen er parat haben kann. Wir wissen, wie sehr auch der (vermeidliche) Zufall entscheidend sein kann. Mitunter sind es cm, die entscheiden. Cm, die für uns eine komplette Weltanschauung und unser Lebensgefühl verändern können. Wenn ich schon nach einem ‚normalen‘ Sieg euphorisch über Kölns Straßen ‚schwebe‘ und nach Niederlagen wie ein geprügelter Hund nach dem nächsten tiefen, sehr tiefen Loch Ausschau halte, in dem ich mich verstecken kann – wie bewege ich mich dann am Sonntag? Fliege ich? Oder braucht man ein U-Boot um mich zu erspähen, weil ich mich in Kölns Untergrund bis in die unterste Erdschicht vergraben habe und weiter Richtung Erdmittelpunkt am buddeln bin?

Wer bisher der Meinung war, unsere Helden hätten bis jetzt unter Druck gestanden, dem kann nicht wirklich widersprochen werden. Aber das Wort ‚Druck‘ wird am Sonntag neu zu definieren sein. Es ist uns Fans vorbehalten, den Jungs diesen Druck weitgehend zu nehmen – mit einem bedingungslosen Support und offen ausgesprochener Prügelstrafe für jeden, der es auch nur wagt zu flöten – geschweige denn, zu pfeifen. Jeder einzelne unserer Spieler muss das Gefühl haben, die 45.000 Kölner unter den 50.000 Zuschauern , leiden, supporten und lieben bedingungslos. Wenn der Gegner auf den Platz kommt, muss sich ihm ein Krach und ein optisches Bild darstellen, dass ihm Angst macht. Wirklich Angst macht. Die Südtribüne hat das Zeug, in der Lautstärke einer Airbus-A-380 – Turbine zu agieren… bitte tut es an diesem Tag! Hier ist vor allem der Oberrang der Südtribüne gefragt, der Unterrang wird eh ‚brennen‘. Der Norden muss toben und West- und Osttribüne geben den Mainzern hoffentlich ‚den Rest‘.

Wir fordern von den Spielern das absolute Maximum, was innerhalb 90 Min. + Nachspielzeit in diesem Sport an Leidenschaft, Kampf und Konzentration möglich ist. Ab der 91. Minute sollte allerdings nur noch auf reiner Asche gespielt werden – weil in den 90 Minuten zuvor das Gras von den Unseren einfach aufgefressen wurde. Und mit dem Gras auch der Gegner.

Wir Fans sollten aber dafür sorgen, dass am Ende des Tages und zukünftig von einem gemeinsam erkämpften Aufstieg geschwärmt werden darf. Denn umgekehrt dürfen die Spieler natürlich auch von uns das Maximum erwarten. Das hat gegen Gladbach schon ganz gut funktioniert, das hat gegen Hoffenheim noch besser geklappt. Jetzt, bzw. am Sonntag gilt es unseren zu zeigen, für wen sie da eigentlich spielen. Sie liebten uns für den Hoffenheim-Support. Für den Mainz-Support werden sie uns vergöttern. Spieler, schenkt uns eure Leidenschaft – ihr werdet mit grenzenloser Liebe entlohnt.

Im Gegensatz zum Dorfklub Hoffenheim werden wir am Sonntag allerdings auch auf der Tribüne einen akustisch starken Gegner haben. Die gilt es, mit orkanartigem Lärm so zu übertönen, dass ein Mainzer Support schlicht und ergreifend nicht stattfinden kann.

Was uns jetzt bleibt, ist das Warten. Warten auf Sonntag. Warten auf unsere Hymne. Findet sich im Sektor irgendjemand, der dagegen wettet, dass diese Hymne niemals annähernd so laut gesungen wurde, wie es am Sonntag der Fall sein wird? Wem ab der zweiten Strophe unserer Hymne nicht schon die Stimmbänder weh tun, der hat’s nicht begriffen. Wir werden unsere Hymne nicht singen, wir werden sie dem Gegner in ihre Gesichter SCHREIEN. ‚Graviert‘ ihnen akustisch ins Hirn, dass wir zu unserem Verein stehen – auf das sie ihren Enkeln noch erzählen, was sie für ein furchterregendes Spektakel sie an jenem denkwürdigen Tag empfangen hat.

Seht dieses Spiel als eine Art Entschädigung für nicht gefeierte Meisterschaften und Pokale. In meinen Augen geht es um erheblich mehr, als um einen Blechpott oder eine Salatschüssel. Am Sonntag muss die Grundlage für alles geschaffen werden. Wir werden, sollte es mit dem Aufstieg klappen, in Liga 1 zunächst ums nackte Überleben, dem Ligaverbleib, kämpfen. Aber im Finale vom Sonntag können wir ihnen auch für die eventuell kommenden schwierigen Aufgaben das nötige ‚mentale Rüstzeug‘ verschaffen. Dieses Finale wird sie, genauso wie uns Fans prägen. So oder so. Gehen wir am Sonntag als Sieger aus dem Stadion, wissen wir, dass auf unser Team im Zweifelsfall Verlass ist. Aber was fast noch wichtiger ist: Unsere Jungs wissen dann auch, dass auf uns Verlass ist.

Das ist mit Geld kaum aufzuwiegen. Das kann auch in Zukunft Berge versetzen und könnte uns vergangene, graue Zweitligazeiten schnell vergessen lassen.

Und jetzt wird es an der Zeit, mir Gedanken darüber zu machen, wie ich die Zeit bis Sonntag, 11. Mai 2008, 14:00 Uhr, schadlos überstehe. Immer mit dem einen Gedanken – wie wird es enden?

Den Spielern sei an dieser Stelle noch einmal ein geniales Zitat von ‚Distel‘ ans Herz gelegt. Verinnerlicht es, denn es ist das, was den 1. FC Köln ausmacht…

… liebe Spieler,

wenn ihr am Sonntag mit dem Rücken zur Wand steht, dann lacht eurem Gegner ins Gesicht. Denn die Wand sind wir – und wir sind Tausende…

Gruß,

Joker

Es ist alles gesagt. In diesem Sinne:

Allez FC – Alles für den Aufstieg!

Blogged with the Flock Browser

Tags: ,

Musikpiraterie

heise berichtet:

Das Angebot der Website des britischen Musikers Peter Gabriel ist derzeit nur eingeschränkt verfügbar. Als Ursache wird in einem Hinweis dort angegeben, in der Nacht von Sonntag auf Montag seien die Server aus dem Rechenzentrum des Internet Service Provider – laut Netcraft handelt es sich um Rednet – gestohlen worden. Nun sei man dabei, das normale Angebot wiederherzustellen. Als Erstes sind über Petergabriel.com Konzertkarten und CDs des Labels Real World Records erhältlich. Unklar ist, ob außer den Servern von Gabriel noch weitere Systeme gestohlen wurden.

Das ist dann wohl der erste bekannte Fall von Musikpiraterie, der diesen Namen auch verdient.

Blogged with the Flock Browser

Tags: , ,

%d Bloggern gefällt das: