Recht behalten

Nina Ruge will nicht mehr für das ZDF moderieren.

Also doch: „Alles wird gut. „

Wunderheilung: Kommt Daum doch?

Verwirrung pur:

Nach Berichten des Kölner Stadtanzeigers, des Express und des Kicker soll Christoph Daum nun angeblich doch für den 1. FC Köln bereit sein. Die Vereinsführung hat eine Einigung dementiert, was nicht weiter verwundert: Nach dem Hin-und-her des vergangenen Wochenendes wird wahrscheinlich solange dementiert, bis die Tinte unter dem Vertrag trocken ist.

So nach und nach springen alle Agenturen auf die Story an. Aber nach den Erfahrungen der letzten Woche glaube ich das erst, wenn der Vertrag unterschrieben ist und als Faksimile in der Süddeutschen zu sehen ist.

Mehr dazu in Kürze auch hier.

Update, Sonntag 12:30 Uhr: Daum soll angeblich bereits einen 4-Jahres-Vertrag unterschrieben haben, berichtet der Kölner Stadtanzeiger nun. Dabei beruft er sich allerdings auf die BILD-„Zeitung“, so daß Vorsicht angezeigt ist.

12:50 Uhr: Der Express berichtet jetzt, er habe einen 4 1/2 Jahres-Vertrag unterschrieben.

Endlich: Schluß mit Ladenschluß!

Der nordrhein-westfälische Landtag hat heute endlich mit der Mehrheit aus CDU und FDP ein neues Ladenöffnungsgesetz verabschiedet, welches Händler und Unternehmen künftig die Freiheit läßt, selbst zu entscheiden, wann sie ihren Kunden zur Verfügung stehen wollen. Ich habe ohnehin nie verstanden, mit welchem Recht der Staat in dieser Frage überhaupt Reglementierungen der bisherigen Art und Weise vorgenommen hat. Wer seinen Laden rund um die Uhr auflassen will, der soll das eben machen – wenn er sich etwas davon verspricht. Der Wirtschaft kann die neue Freiheit nur guttun und die heutige Entscheidung beweist mir, daß ich am 22.05.2005 das Kreuz an der richtigen Stelle gemacht habe.

Danke schön, Herr Rüttgers!

Am falschen Ende gespart

Was passiert, wenn man eine einstweilige Verfügung ohne Anwalt beantragt und lieber selbst ans Gericht schreibt?

Dann könnte der Antrag wie folgt aussehen:

„Sehr geehrte Damen und Herren,

wir stellen den Antrag

Frau XY

zu untersagen weiterhin in irgendeiner Form, weder schriftlich noch mündlich, Aussagen und Gerüchte aufzustellen, zu verbreiten und/oder in jedweder Form sich so zu äußern, dass unser Name, Namen von Mitarbeitern oder Kunden genannt oder durch eindeutige Hinweise aus solche zu schließen ist. Bei Verstoß gegen diese Anordnung soll eine angemessene Geldstrafe gegen sie verhängt werden und die strafrechtliche Komponente geprüft werden.“

 

Was man meiner Mandantin nun konkret untersagen lassen wollte, hat sich mir nicht erschlossen. Dem Gericht auch nicht. Aber immerhin hat die Gegenseite die Kosten für einen eigenen Anwalt gespart. Sonst wäre es nämlich noch teurer für sie geworden.

Zu lange gelegen

Gerade in der Imbiß-Bude:

Kunde: „Guten Tag, ich wollte nur Bescheid geben: Ich hab hier letzte Woche ’ne Currywurst gegessen, und danach hatte ich ’ne ganz schöne Lebensmittelvergiftung.“

Bedienung: „Die kann aber nicht von uns gekommen sein.“

Kunde: „Doch, doch … ungefähr zwei Stunden später ist mir total schlecht geworden und danach habe ich den ganzen Abend nur noch, äh, …“.

Bedienung: „Hm.“

Kunde: „Na ja, ich wollte auch nur Bescheid geben, vielleicht könnt Ihr das ja zurückverfolgen, woher die Wurst kam … vielleicht hat sie auch nur zu lange gelegen. Also, tschüß dann.“

Mein halbes Hähnchen hat mir dann urplötzlich nicht mehr so richtig geschmeckt und ich habe dann gezahlt. Das Wochenende kann kommen.

Clown-TV

Schlimm genug, daß die Fußball-WM in diesem Jahr von der Fallobst-Mafia gewonnen wurde – nun plant nach einem Bericht von heise online auch noch der italienische Medienkonzern Mediaset den Erwerb von 50,5 Prozent der Anteile an der ProSiebenSat1 Media AG. Als ob unser Unterschichtenfernsehen noch nicht schlecht genug wäre.

Mediaset gehört mehrheitlich der Familie des italienischen Polit-Clowns Benito, ähem, Silvio Berlusconi, und dementsprechend darf man sich auch die Qualität des Programms vorstellen. Ob die mögliche Ausbreitung des Konzerns in die deutsche Medienlandschaft tatsächlich noch zu einer Verschlechterung des Programmes von Sat 1 und Pro 7 führen kann – diese Frage mag jeder für sich selbst beantworten. Ich meide solche Werbesender ohnehin und bin nach dem Lesen der Heise-Meldung überraschend froh, daß wir einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk haben, der diesen Namen verdient und den Verdummungsbemühungen der privaten Konkurrenz meistens noch etwas entgegenzusetzen hat. Dieses „etwas“ nennt sich Qualität. Dafür zahle ich gerne.

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