Archiv der Kategorie 'Leben'

Vista adé

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Vorsicht: Abzocke!

Die Stadt Köln hat heute einige neue Blitzer auf der Inneren Kanalstraße fertiggestellt, die künftig sowohl stadteinwärts, als auch stadtauswärt  die Kasse klingeln lassen werden.

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Da man auf dieser „Stadtautobahn“ im Normallfall eh nur im Stop-and-Go-Tempo vorwärts kommt, erfüllen diese Blitzer ihren Zweck nur dann, wenn die Straße ausnahmsweise einmal so frei ist, daß man ohne Gefährdung anderer durchaus schneller fahren kann, als die dort nur erlaubten 50 km/h. Dem hat die rot-grün regierte Stadt nun einen Riegel vorgeschoben und die Stadt kassiert in Zukunft ab: Die Autofahrer müssen mal wieder als Melkkühe herhalten, denn der chronisch leere Stadtsäckel muß ja gefüllt werden. Und dank rot-grün wird sich daran so bald auch nichts mehr ändern. Das Projekt „autofahrerfeindlichste Stadt Deutschland“, für das auch der Verkehrsversuch Ringe steht, wird nun konsequent mit Verve vorangetrieben.

Besonders passend ist übrigens ein neuer Blitzer auf Höhe des Finanzamts Köln-Nord: Da bekommt der Begriff „Abzocke hoch zwei“ gleich eine ganz neue Bedeutung.

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Gut, daß es Seiten wie scdb.info und radarfalle.de gibt. Dort kann man sich, natürlich völlig legal, vor Fahrtantritt über die neuesten Wegelagereien informieren. Und entsprechend auf der Hut sein. Denn die Stadt soll sich ihr Geld woanders herholen.

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Aus 2 mach 2

Ende August habe ich mich bereit erklärt, für eine Folge des neuen RTL-Doku-Soap-Formats „Familien im Brennpunkt“ als Anwalt vor die Kamera zu treten. Geschlagene 2 Stunden haben die Dreharbeiten in der Kanzlei gedauert.

In der heutigen Folge gab es nach 10 Minuten und 35 Sekunden das Ergebnis zu beschauen.

rtl

Aus den 2 Stunden wurden 2 Minuten. Danach habe ich ausgeschaltet. Und warte jetzt auf den Anruf von Scorsese.

Aus dem 23. Stock …

… des Landgerichts Köln kann man den Dom leider nicht sehen, da es dort kein (öffentlich) zugängliches Fenster in Richtung Osten gibt.

Aber das Dach sieht auch interessant aus.

Dach des Landgerichtes

Und ab dem 21. Stock kann man auch wieder den Blick über Köln genießen:

Colonia

Das habe ich heute 5 Minuten getan … und mußte dann 20 Stockwerke tiefer zu meinem Termin.

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Was die Welt nicht braucht: Premiere vergrault Neukunden

Aus Premiere wird künftig Sky Deutschland. Das ist ja schon seit ein paar Wochen bekannt. Heute nun hat Sky seine ab 4. Juli geltenden Programmpakete vorgestellt. Wichtigste Änderung für alle Fußballfans: Wer künftig die Spiele der Bundesliga und internationalen Fußball sehen möchte, muss dafür im Monat 44,90 EUR hinblättern. Denn beides gibt es ab Juli nur noch in Verbindung mit dem Basispaket „Sky Welt“, das angeblich „20 erstklassige, nationale und  internationale Sender umfasst“. Resteverwertung á la Murdoch.

Hier die neuen Preise:

Sky Welt: 16,90 EUR/Monat + 10 EUR HD

Sky Welt + Sky Film: 32,90 EUR/Monat + 10 EUR HD
Sky Welt + Sky Sport: 32,90 EUR/Monat + 10 EUR HD
Sky Welt + Sky Fußball Bundesliga: 32,90 EUR/Monat + 10 EUR HD

Sky Welt + Sky Film + Sky Sport: 44,90 EUR/Monat + 5 EUR HD
Sky Welt + Sky Film + Sky Fußball Bundesliga: 44,90 EUR/Monat + 5 EUR HD
Sky Welt + Sky Sport + Sky Fußball Bundesliga: 44,90 EUR/Monat + 5 EUR HD

Sky Welt + Sky Film + Sky Sport + Sky Fußball Bundesliga: 54,90 EUR/Monat + 5 EUR HD

Attraktiv ist das nicht. Wer sich nur für Fußball interessiert muss gezwungenermaßen ein Basis-Paket mitbuchen, das die Welt nicht braucht. Daher wohl der Name.

Darauf verzichte ich doch dankend und werde auch zukünftig an Spieltagen, an denen ich nicht selbst im Stadion weile, lieber die gemütliche Kneipe im Veedel aufsuchen, als mein Geld für überteuertes PayTV auszugeben.

Es bleibt zu hoffen, dass die Münchner mit diesem Geschäftsmodell ganz schnell auf die Nase fallen. Denn Kundenfreundlichkeit sieht anders aus.

Entkernt

Hurra, die Kernerisierung des ZDF hat endlich ein Ende:

Nach zwölf Jahren beim ZDF geht TV-Moderator Johannes B. Kerner zum Anfang nächsten Jahres zurück zum Privatsender Sat.1. Kerner werde ein wöchentliches, journalistisches Live-Magazin mit Gästen und aktuellen Themen moderieren, teilte Sat.1 mit. Außerdem werde der ausgewiesene Sport-Experte im neuen „ran“-Team die Spiele der Champions-League präsentieren. Kerner war bereits in den 90er Jahren bei Sat.1 als Moderator tätig gewesen, bevor er Anfang 1998 zum ZDF wechselte.

Das ZDF hatte Kerner eine Verlängerung seines zum Jahresende auslaufenden Vertrages um weitere drei Jahre angeboten. Man habe sich jedoch nicht über die Konditionen einigen können, hieß es aus dem Mainzer Sender. Intendant Markus Schächter erklärte: „Wir hatten zwölf erfolgreiche Jahre miteinander“, äußerte aber auch „Verständnis dafür, dass Johannes Kerner jetzt nach neuen Horizonten strebt“. Quelle: Welt Online

Vielleicht begreift das ZDF dies ja nun als Chance, den Sendeplatz am späten Abend wieder mit Gehaltvollerem als belanglosen Plauderein zu füllen.

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Staatliche Verdummung

In vorauseilendem Gehorsam haben heute Vodafone/Arcor, Alice, Kabel Deutschland, die Telekomiker und Telefonica O2 einem Eingriff in das Fernmeldegeheimnis ohne gesetzliche Grundlage Ihre Zustimmung erteilt. Künftig werden diese Provider ihre User anhand einer vom Bundeskriminalamt geführten IP-Liste davor bewahren, irrtümlich auf Seiten mit Kinderpornographie zu geraten und Ihnen stattdessen schöne, rote Stopp-Schilder zeigen. Zu hoch war wohl der Druck, dem stattlichen Vorwurf ausgesetzt zu werden, Kinderschänder zu decken. Also lässt man sich zähneknirschend für den Wahlkampf missbrauchen.

Dabei weiß jeder, dass die Sperren das Problem nicht lösen, weil man auf Kinderpornos nicht zufällig stößt. Ich bin seit 1996 im Internet unterwegs und habe noch nie – weder zufällig, noch absichtlich – eine Seite gefunden, auf der das rote Stopp-Schild angezeigt gewesen wäre. Ich kenne auch niemanden, der schon einmal irrtümlich auf eine KiPo-Seite gestoßen ist. Das wäre auch verwunderlich – denn die Täter nutzen bekanntlich andere Vertriebswege und kennen sicher auch OpenDNS.

Dass dieser  Schwachsinn dem Kampf gegen Kinderpornographie letztlich nur schadet, wurde an anderer Stelle schon hinreichend aufgezeigt. Von rationalen Argumenten lassen sich die Leyen Laien im Familienministerium aber nicht beeindrucken – unsinniger, dummer Populismus ist in Wahlkampfzeiten schließlich immer besonders beliebt. Das Volk ist zufrieden und die Probleme sind vermeintlich gelöst: Denn aus den Augen, aus dem Sinn. Und wer weiß, wozu staatliche Zensur später einmal noch weiter gut sein wird.

Leider wird dieser Populismus auf dem Rücken unschuldiger  Kinder ausgetragen und das ist perfide. Ich bin heute froh, nicht mehr Mitglied der Partei von Frau von der Leyen zu sein.

GMX führt Kleinkrieg (Update)

Der Internet- und Mail-Provider GMX führt, so scheint es, derzeit wohl einen Kleinkrieg gegen die Konkurrenz von Strato auf dem Rücken seiner Kunden (und meiner Mandanten):

Meine Webseite und die dazugehörenden E-Mail-Adressen lasse ich bei Strato hosten. E-Mails an Mandanten mit einer GMX-Adresse werden nun von GMX zumeist erst nach 24 Stunden zugestellt.

Zunächst bekomme ich regelmäßig folgende lapidare Mitteilung:

Achtung: Die Mail konnte seit 1 Stunde nicht versendet werden.
Es wird weiter versucht die Mail auszuliefern bis Donnerstag, 9. April 2009 10:28:00 +0200 (MEST).

Der folgende Empfänger ist betroffen:

arnonym@gmx.de
Fehler : 421 4.3.2 System not accepting network messages
Erklärung: host mx0.gmx.de [213.165.64.100] said: {mx082} Too many bad recipients.
Are you an address harvester? Try again in 20 hour(s) 51
minute(s) and see( http://portal.gmx.net/serverrules )
Letzter Weiterleitungsversuch war: Mittwoch, 8. April 2009 10:27:09 +0200 (MEST)

Da ich kein „address harvester“ bin – was immer das auch sein mag – habe ich mich mit Professor Google auf die Fehlersuche begeben und wurde fündig: Blogger „artforotherpeople“ hat schon am 25. März darauf hingewiesen, dass GMX offenbar Mails von Strato-Accounts zunächst blockiert, da diese von Spammern genutzt würden.

GMX gehört wie 1&1 zur Muttergesellschaft United Internet, der großen Konkurrenz von Strato auf dem Providermarkt. Offenbar scheint die Luft in diesem Markt schon sehr dünn zu sein. Das könnte eine Erklärung für die verzögerte Zustellung von Strato-E-Mails durch GMX sein. Zu leiden haben darunter allein die eigenen Kunden, denn GMX-Adressaten bekommen wichtige E-Mails nun sehr oft nicht mehr rechtzeitig. Wenn dann keine andere Kontaktmöglichkeit besteht, kann leicht ein finanzieller Schaden entstehen, der bei pünktlicher Mail-Zustellung durch GMX vermieden worden wäre.

Ich habe nun meinen eigenen (privat genutzten) GMX-Account gekündigt. Auf unseriöses Geschäftsgebahren lege ich nämlich keinen Wert.

Und meinen Mandanten werde ich einen Providerwechsel ans Herz legen.

Update:

In einem Telefonat mit Strato erhielt ich folgende Auskunft: GMX habe ein neues Sicherheitssystem implementiert, das aber noch nicht „fehlerfrei“ laufe. Die Strato-Server seien dort auf einer Liste gelandet, wo sie nicht hingehörten. Es handele sich aber nicht um „grey-listing“. Strato stehe mit GMX in Verhandlungen, um die Problematik zu lösen. Diese seien aber bisher ohne Ergebnis geblieben.

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Nicht vorhersehbare Panne

Eine für mich nicht vorhersehbare Panne bestand darin, daß die Aufhebung der Exkommunikation überlagert wurde von dem Fall Williamson. Der leise Gestus der Barmherzigkeit gegenüber vier gültig, aber nicht rechtmäßig geweihten Bischöfen erschien plötzlich als etwas ganz anderes: als Absage an die christlichjüdische Versöhnung, als Rücknahme dessen, was das Konzil in dieser Sache zum Weg der Kirche erklärt hat.
[...]
Ich höre, daß aufmerksames Verfolgen der im Internet zugänglichen Nachrichten es ermöglicht hätte, rechtzeitig von dem Problem Kenntnis zu erhalten. Ich lerne daraus, daß wir beim Heiligen Stuhl auf diese Nachrichtenquelle in Zukunft aufmerksamer achten müssen.

So äußerte sich nun Joseph Ratzinger, derzeit Stellvertreter Gottes auf Erden, in einem Brief an seine bischöflichen Vereinsfreunde.

Damit solche Pannen in Zukunft nicht mehr passieren, empfiehlt Heimspiel einen päpstlichen Besuch der Volkshochschule Köln.

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Al-Qaida op Kölsch

04.03.2009

Vorsicht: Satire.

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