Archiv der Kategorie 'Köln'

Vorsicht: Abzocke!

Die Stadt Köln hat heute einige neue Blitzer auf der Inneren Kanalstraße fertiggestellt, die künftig sowohl stadteinwärts, als auch stadtauswärt  die Kasse klingeln lassen werden.

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Da man auf dieser „Stadtautobahn“ im Normallfall eh nur im Stop-and-Go-Tempo vorwärts kommt, erfüllen diese Blitzer ihren Zweck nur dann, wenn die Straße ausnahmsweise einmal so frei ist, daß man ohne Gefährdung anderer durchaus schneller fahren kann, als die dort nur erlaubten 50 km/h. Dem hat die rot-grün regierte Stadt nun einen Riegel vorgeschoben und die Stadt kassiert in Zukunft ab: Die Autofahrer müssen mal wieder als Melkkühe herhalten, denn der chronisch leere Stadtsäckel muß ja gefüllt werden. Und dank rot-grün wird sich daran so bald auch nichts mehr ändern. Das Projekt „autofahrerfeindlichste Stadt Deutschland“, für das auch der Verkehrsversuch Ringe steht, wird nun konsequent mit Verve vorangetrieben.

Besonders passend ist übrigens ein neuer Blitzer auf Höhe des Finanzamts Köln-Nord: Da bekommt der Begriff „Abzocke hoch zwei“ gleich eine ganz neue Bedeutung.

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Gut, daß es Seiten wie scdb.info und radarfalle.de gibt. Dort kann man sich, natürlich völlig legal, vor Fahrtantritt über die neuesten Wegelagereien informieren. Und entsprechend auf der Hut sein. Denn die Stadt soll sich ihr Geld woanders herholen.

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Aus dem 23. Stock …

… des Landgerichts Köln kann man den Dom leider nicht sehen, da es dort kein (öffentlich) zugängliches Fenster in Richtung Osten gibt.

Aber das Dach sieht auch interessant aus.

Dach des Landgerichtes

Und ab dem 21. Stock kann man auch wieder den Blick über Köln genießen:

Colonia

Das habe ich heute 5 Minuten getan … und mußte dann 20 Stockwerke tiefer zu meinem Termin.

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Stadtarchiv 2009 – sponsored by KVB

21.03.2009

Mehr Fotos.

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Stumme Trauer

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Köln, Waidmarkt, 15 Tage nach dem Einsturz des Stadtarchivs.

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Al-Qaida op Kölsch

04.03.2009

Vorsicht: Satire.

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Spielen, spielen, spielen!

„Die Lichter meiner Stadt seh ich schon am Horizont – Und ich weiß ich werd heut Nacht nach Hause kommen.“

Mit diesen Zeilen rocken die Jungs von 5vor12 auf ihrem gleichnamigen Debut-Album direkt mächtig los. In Köln ist dieser Song insbesondere unter den Anhängern des 1. FC Köln inzwischen sehr bekannt, kursiert doch auf Youtube ein Video, dass „Freiheit für Lukas Podolski“ proklamiert und mit „Nach Hause“ unterlegt ist. Der Song passt auch gut auf die Situation des Ausnahmefußballers, dessen Rückkehr nach Köln wohl kurz bevorstehen dürfte.

Dabei verdient aber die ganze CD der Newcomer-Band Respekt: Musikalisch schnörkellos, melodisch und mit intelligenten, witzigen Texten sind die vier Jungs um Sänger Sven Caßebaum nun auf dem besten Wege, die Ohren, Herzen und MP3-Player der Republik zu erobern.

Heimspiel hat für seine Leser mit 5vor12 gesprochen:

Heimspiel: „5vor12: Wer steckt da eigentlich alles hinter?“

5vor12: „5vor12 sind mehr als eine Band. Ein Kollektiv von Verrückten, die einen gemeinsamen Traum haben. Wir machen alles selber. Von der Musik, der Produktion über Layout, T-Shirts, Promo bis hin zum eigenen Label „Pophertz“ (www.pophertz.de), das wir gegründet haben um die Regie komplett in eigener Hand zu behalten. Wir haben unser Album genau so gemacht,wie wir es wollten und sind damit im wahrsten Sinne des Wortes ‘independent’“.

Heimspiel: „Wie alt seid Ihr, was macht Ihr (bislang) beruflich?“

5vor12: „Im Banddurchschnitts bringen wir’s auf 26 1/2. Sven, Hannes und Vince sind Musiker, studieren und/oder jobben nebenher. Tobi ist unser Mann von Cobra 11 (Autobahnpolizist).“

Heimspiel: „Seit wann gibt es die Band? Wie und wo habt Ihr Euch getroffen?“

5vor12: „Die Band gibt es um Sven und Tobi schon seit unfassbaren 10 Jahren. Mit Vince und Hannes haben wir, nach einigen Wechseln, schließlich die beiden Jungs gefunden, die konsequent genug sind den Weg zusammen mit uns zu gehen.“

Heimspiel: „Was sind denn Eure musikalischen Vorbilder, mit welcher Musik seid Ihr aufgewachsen?“

5vor12: „Zum Begriff „Vorbilder“ kann man sagen: Elvis war grossartig. Ein Elvis-Imitator ist lächerlich. Individualität ist gerade das Schöne an der Musik. Was nicht heisst, das man sicht nicht in der Tradition grosser Bands sehen darf. Man muss die Pioniere der Vergangenheit ehren, denn sie sind Inspiration und Ansporn für uns. Aber man sollte seinen eigenen Weg finden. Die Welt braucht nicht noch 1000 gleichförmige Pseudo-Superstars, auch wenn uns manche Fernsehsender etwas anderes weismachen möchte. Es gibt in jedem Genre immer wieder verrückte Leute, die für ihren Traum einstehen und mit voller Leidenschaft beseelte Musik schaffen. Egal ob sie damit zu grossen Stars werden oder auf der Schildergasse den Hut rumgehen lassen. Das sind unsere Helden.“

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Heimspiel: „Mit welchen Vorbildern würdet Ihr gerne mal auf der Bühne stehen?“

Sven: „Als weltgrösster Elvis-Fan würde ich einiges dafür geben mich in eine Zeitmaschine zu setzen um im Las Vegas der 70er Jahre mit dem King zusammen „Suspicious minds“ zu performen. Natürlich singe ich nur im Background.

Vinc: „Mit allen großen Musikern, die mit Herz, Seele und Eiern Ihr Ding durchziehen.“

Tobi: „Ich möchte gerne Tom Waits in einer halbseidenen Hafenkneipe bei einem guten Glas Whiskey auf dem Kontrabass begleiten.“

Hannes: „Mit keinem. Was hätte ich denn da auf der Bühne verloren?“

Heimspiel: „Seht Ihr Euch als „kölsche Band“ in der Tradition von BAP, Brings und Wolf Maahn – oder habt Ihr mit dieser Szene eigentlich nichts „am Hut“ und eher „neuen“ deutschen Bands verbunden, z.B. Tomte, Kettcar o.ä.?“

5vor12: „Wir fühlen uns als Kölner und lieben daher natürlich auch die grossen kölschen Songs. Vor allem die Bläck Fööss haben Hymnen geschrieben, ohne die man als geborener Kölner ja gar nicht sein will. Großartig.

Musikalisch liegen unsere Wurzeln allerdings in der englischen und amerikanischen Rock/Popmusik der letzten 50 Jahre. Wir lieben einfach knackige Popsongs mit grossen Melodien, die in 3 Minuten auf den Punkt kommen. Und verbunden fühlen wir uns mit jedem Musiker, der auf der Bühne er selbst ist und aus vollem Herzen sein Ding durchzieht.“

Heimspiel: „Seid Ihr alle Fans des 1. FC Köln oder gibt es Abweichler? :-)

5vor12: „Das ist ein wichtiges Aufnahmekriterium in der Band. Was anderes als FC Fan? Und Tschüss! Und das meinen wir durchaus ernst! ;-)

Heimspiel: „Sollte Lukas Podolski zum FC zurückkehren?“

5vor12: „Am besten noch heute!“

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5vor12 von links nach rechts: Tobi (bass) Hannes (git), Sven (voc,git), Vinc (dr)

Heimspiel: „Die Songs stammen alle von Sven: Wie autobiographisch sind die Texte? Wurde ‘Liebeslieder’ konkret nach einer Trennung geschrieben und ‘Nach Hause’ im Urlaub?“

Sven: „Die Texte sind nicht unbedingt konkret zu übertragen. Eher inspirieren mich Gefühlswelten und Stimmungen. ‘Nach Hause kommen kann man zum Beispiel nicht nur in seine Stadt, sondern auch ortsunabängig, zu Menschen, die einem wichtig sind. Es ist ein Gefühl, dass man nicht an einer Oberflächlichkeit festmachen kann. Das Gefühl eine Heimat zu finden.“

Heimspiel: „Wie entstehen Eure Songs: Erst der Text und dann die Musik – oder anders herum? Bei welcher Gelegenheit entstehen die Songs?“

Sven: „Ich schreibe die Musik zuerst, allerdings schon mit einer Art Kauderwelsch Text aus dem sich oft die Richtung entwickelt in die es gehen wird. Wenn ich bereit bin ihr zuzuhören flüstert die Musik mir zu, was sie sagen will. Über Songwriting ist schon viel geschrieben worden, aber letztendlich kann man den Prozess nicht vollends erklären und das ist auch gut so.“

Heimspiel: „Wie steht Ihr zu den heutigen Möglichkeiten, Musik zu vertreiben, z.B. Downloads, Peer 2 Peer-Netzwerke etc: Seht Ihr darin eher eine Chance für junge Bands, überregional bekannt zu werden – oder seht Ihr das eher negativ, weil das Risiko der Musikpiraterie überwiegt? Viele Fans sind ja gerade in den letzten Wochen über Youtube zu Euch gestoßen.“

5vor12: „Eine ganze Generation ist damit aufgewachsen, daß es Musik kostenlos im Internet gibt. Die Plattenindustrie hat das Internet, und vor allem seine Chancen, viel zu spät ernstgenommen und versäumt das Netz kreativ für sich zu nutzen. Mit Apples „Itunes“ hat ein branchenfremder Konzern schließlich die erfolgreichste legale Downloadplattform an den Start gebracht. Man kann nur mit dem Kopf schütteln, wenn manche Funktionäre auch heute noch die Internetkids kriminalisieren und ernsthaft als Hauptschuldige der Misere ausmachen. Um eine Band mit Substanz langfristig aufzubauen braucht man den Mut Risiken einzugehen und langen Atem. Die Gangart der grossen Plattenfirmen war in den letzten Jahren leider eine andere. Es ging dort, strukturbedingt, vor allem um das schnelle, vermeintlich sichere Geld. Da war kaum Platz für gewachsene Bands. Dabei sind genau solche Bands es, die wirklich Leute an sich binden. Ein U2 Fan, zum Beispiel, wartet sehnsüchtig auf den Tag, an dem er in den Laden gehen kann und das neue Album seiner Lieblinge in der Hand hält. Das sind die Kunden, die bleiben. Wir haben uns lange Zeit über diese Politik geärgert und sind dann den einzig konsequenten Schritt zum eigenen Label gegangen. Das Internet bietet uns die einmalige Möglichkeit direkt mit unserem Publikum und denen, die es mal werden könnten, in Kontakt zu treten. Ungefiltert. Was es uns abverlangt ist kein Geld, sondern Zeit und Arbeit. Es ist toll sofort Feebacks zu bekommen und direkt mit den Hörern zu kommunizieren. Die Leute haben, im Übrigen, ein feines Gespür dafür, ob die Künstler, die auf der Bühne stehen, es ernst meinen. Substanz, gepaart mit Beharrlichkeit und Leidenschaft ist das Einzige, was sich langfristig durchsetzen wird. Alles andere ist Fastfood und wird schon morgen vergessen sein.“

Heimspiel: „Was sind Eure Pläne für 2009 und wo seht Ihr Euch in 10 Jahren?“

5vor12: „Spielen, spielen, spielen! Live aufzutreten ist die direkteste Erfahrung die es beim Musikmachen gibt. Dafür ist man in einer Band.

In 10 Jahren sehen wir uns da wo wir jetzt schon sind: Auf dem Weg zu neuen Ufern. Mit einer tollen Band und einem tollen Team im Rücken, auf dem Weg zu neuen Ufern. Alles andere ist Bonus.“

Heimspiel: „Was möchtet Ihr Euren Fans sonst noch mitteilen?“

5vor12: „Unseren geneigten Zuhörern rufen wir zu: Danke! Wir freuen uns über jeden von euch! und: Empfehlt uns weiter ;-)

Deutschland sagen wir: Kein Applaus für Scheiße.“

Die CD von 5vor12 gibt es im gut sortierten Fachhandel Eures Vertrauens und bei amazon.de.

Köln ändert Namen

Nicht ganz, aber so ähnlich: Die KölnArena soll nämlich ab sofort LANXESS-Arena heißen.


(Quelle: kaiser_t, Flickr)

Es ist eine Schande, daß ein Wahrzeichen Kölns, das weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist, nun den Namen eines Leverkusener Chemieunternehmens trägt. Was sich die Verantwortlichen dabei wohl gedacht haben? Wahrscheinlich nichts. Der bevorstehende Geldregen hat den Beteiligten sicher das Gehirn vernebelt.

Das gemeine Volk wird’s wohl nicht stören. So wie das Müngersdorfer Stadion auch für immer und ewig Müngersdorfer Stadion heißen wird (Rhein-Energie-Stadion? Kenne mer nit, bruche mer nit, fott damit!), so wird auch die KölnArena weiterhin ihren bisherigen Namen behalten: Henkelmännchen.

Ich werde jedenfalls zu Karneval nicht die „lachende Lanxess-Arena“ besuchen. Obwohl das irgendwie schon wieder passen würde: Lanxess-Arena? Da lachen ja die Höhner Hühner! Da könnte man aus der Schildergasse ja direkt die Toyota-Shopping-Mall machen.

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Humorlos

Ab heute wird es ernst: Wer künftig in dem als Umweltzone ausgewiesenen Bereich der Kölner Innenstadt ohne die erforderliche Plakette angetroffen wird, riskiert ein Bußgeld von 40 EUR und einen Punkt in Flensburg.

Bislang galt seit der Einführung der Umweltzone am 01.01.2008 noch eine Schonzeit – doch die ist nun vorbei. Wer aber einen Anspruch auf eine Plakette hat, kann noch mal mit einem blauen Auge davonkommen: Der nachträgliche Erwerb der Umweltplakette kann Bußgeld und Punkt noch verhindern.

Übrigens verkaufen mittlerweile auch Politessen die Plaketten für einen Heiermann.

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Schnee? Ja, bitte!

Während man sich derzeit vielerort über Schnee freuen darf, gehen wir Kölner natürlich wieder einmal leer aus. Denn Schnee ist hier nur ein äußerst selten gesehenes Phänomen. Das liegt daran, daß die Stadt recht tief in der Kölner Bucht liegt und die gehört leider zu den wärmsten Regionen Deutschlands.

Während es woanders also schneit, schlägt sich hier die Luftfeuchtigkeit nur als Regen nieder. Und der Blick aus dem Kanzleifenster ist leider nicht weiß, sondern nur grau in grau.

Schade.


Verkehrsterror

Die Kölner Ratsmehrheit aus SPD und Grünen hat beschlossen, daß der Ring, eine der meistbefahrendsten (Bundes-)Straßen der Kölner Innenstadt, auf Dauer, zwischen Friesen- und Rudolfplatz, einspurig bleiben soll. Dieser ideologisch motivierte Schwachsinn führt regelmäßig zu massiver Staubildung und damit verbundener erhöhter CO2-Belastung – von der nervlichen Belastung der davon täglich betroffenen 20.000 Autofahrer einmal abgesehen. Schon jetzt ist der Ring im morgendlichen Berufsverkehr kaum noch befahrbar, seit man dort die rechte Fahrspur ausgerechnet zu den verkehrsreichsten Zeiten gesperrt hat. Dieses Verkehrschaos soll nun die Regel werden. Na, vielen Dank, Rot-Grün!

Wie man allen Ernstes die Verengung einer Hauptverkehrschlagader zum überflüssigen Nadelöhr als Entlastung für die Anwohner bezeichnen kann, erschließt sich nicht. Der Verkehr wird dadurch nicht weniger, sondern weicht lediglich auf Nebenstraßen aus. Die Anwohner dort wird es freuen.

Die autofeindliche Politik von Rot-Grün geht also leider in die nächste Runde. Es wird wohl nicht lange dauern, bis der Vorschlag einer komplett autofreien Innenstadt kommen wird. Wundern würde es mich nicht wirklich.

Wahnsinn mit Methode.


 

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