Archiv der Kategorie 'Köln'

Humorlos

Ab heute wird es ernst: Wer künftig in dem als Umweltzone ausgewiesenen Bereich der Kölner Innenstadt ohne die erforderliche Plakette angetroffen wird, riskiert ein Bußgeld von 40 EUR und einen Punkt in Flensburg.

Bislang galt seit der Einführung der Umweltzone am 01.01.2008 noch eine Schonzeit - doch die ist nun vorbei. Wer aber einen Anspruch auf eine Plakette hat, kann noch mal mit einem blauen Auge davonkommen: Der nachträgliche Erwerb der Umweltplakette kann Bußgeld und Punkt noch verhindern.

Übrigens verkaufen mittlerweile auch Politessen die Plaketten für einen Heiermann.

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Schnee? Ja, bitte!

Während man sich derzeit vielerort über Schnee freuen darf, gehen wir Kölner natürlich wieder einmal leer aus. Denn Schnee ist hier nur ein äußerst selten gesehenes Phänomen. Das liegt daran, daß die Stadt recht tief in der Kölner Bucht liegt und die gehört leider zu den wärmsten Regionen Deutschlands.

Während es woanders also schneit, schlägt sich hier die Luftfeuchtigkeit nur als Regen nieder. Und der Blick aus dem Kanzleifenster ist leider nicht weiß, sondern nur grau in grau.

Schade.


Verkehrsterror

Die Kölner Ratsmehrheit aus SPD und Grünen hat beschlossen, daß der Ring, eine der meistbefahrendsten (Bundes-)Straßen der Kölner Innenstadt, auf Dauer, zwischen Friesen- und Rudolfplatz, einspurig bleiben soll. Dieser ideologisch motivierte Schwachsinn führt regelmäßig zu massiver Staubildung und damit verbundener erhöhter CO2-Belastung - von der nervlichen Belastung der davon täglich betroffenen 20.000 Autofahrer einmal abgesehen. Schon jetzt ist der Ring im morgendlichen Berufsverkehr kaum noch befahrbar, seit man dort die rechte Fahrspur ausgerechnet zu den verkehrsreichsten Zeiten gesperrt hat. Dieses Verkehrschaos soll nun die Regel werden. Na, vielen Dank, Rot-Grün!

Wie man allen Ernstes die Verengung einer Hauptverkehrschlagader zum überflüssigen Nadelöhr als Entlastung für die Anwohner bezeichnen kann, erschließt sich nicht. Der Verkehr wird dadurch nicht weniger, sondern weicht lediglich auf Nebenstraßen aus. Die Anwohner dort wird es freuen.

Die autofeindliche Politik von Rot-Grün geht also leider in die nächste Runde. Es wird wohl nicht lange dauern, bis der Vorschlag einer komplett autofreien Innenstadt kommen wird. Wundern würde es mich nicht wirklich.

Wahnsinn mit Methode.

Draussen bleiben

DRAUSSEN BLEIBEN!

Wir als ein Teil der Fans des 1.FC Köln wollen hiermit offiziell Stellung zu den sportlichen Ereignissen der letzten Wochen und Monate, und speziell zum Auswärtsspiel bei Rot-Weiss Essen am vergangenen Sonntag beziehen:

War die Hinrunde dieser Saison von der Mannschaft schon ein Schlag ins Gesicht für alle Fans, so hoffte man zumindest durch die Verpflichtung von Trainer Christoph Daum zum Ende des Jahres 2006 die Wende einleiten zu können. Durch die Verpflichtung neuer Spieler in der Winterpause und eine intensive Vorbereitung vermittelte der Verein das Gefühl, dass man sich für die Rückrunde rüsten würde um eventuell doch noch das in weite Ferne gerückte Ziel „Aufstieg“ zu realisieren. War dies natürlich ein hoch gestecktes Ziel, so erhoffte man sich von der Mannschaft zumindest attraktiveren Fußball und vor allem Kampf. Diese Hoffnungen wurden in den letzten Tagen und Wochen nicht einmal annähernd erfüllt. Mit der Niederlage in Essen am vergangenen Sonntag ist jedoch der Höhepunkt der Enttäuschung erreicht:

Eine Mannschaft ohne Herz und Kampfgeist, die bei einem vermeintlichen Absteiger mit 0:5 sang und klanglos untergeht und nicht mal eine Torchance vorzuweisen hat. Mal wieder waren knapp 4000 Kölner Fans vor Ort, die an Karneval die Reise auf sich genommen und dabei alles gegeben haben, um diese Mannschaft zu unterstützen. Mal wieder war der Auftritt der Mannschaft für diese mitgereisten Fans ein Schlag ins Gesicht. Hatte man vor dem Spiel in Essen noch Hoffnung durch die zumindest punktetechnisch bis dato positiv verlaufene Rückrunde, so wurden jedem Fan des 1.FC Köln in Essen die Realität und der wirkliche Zustand der Mannschaft vor Augen geführt. Wir Fans sind mit 100%iger Liebe und Leidenschaft für unseren Verein da und dies wird auch immer so bleiben. Doch jetzt ist ein Punkt erreicht, an dem die Mannschaft aktuell für uns nicht mehr tragbar ist! Wir sind nicht bereit, die aktuelle Situation ohne weiteres hinzunehmen:

KEINE LEISTUNG: KEINE STIMMUNG – KEINE UNTERSTÜTZUNG!

Somit werden wir als aktive Fans am kommenden Sonntag beim Heimspiel gegen den SC Paderborn erst zur zweiten Halbzeit das Stadion betreten und uns in der ersten Halbzeit auf den Vorplatz hinter der Südkurve außerhalb des Stadions versammeln. Des Weiteren werden am Sonntag Mitglieder der handelnden Fanclubs Infozettel im Umlaufgebiet des Stadions verteilen, um alle FC-Fans über die Gründe für dieses Vorgehen zu informieren. Wir wollen niemanden zwingen, nicht ins Stadion zu gehen. Jedoch ist für uns aktive Fans inzwischen eine Situation entstanden, die uns jegliche Motivation nimmt, diese Mannschaft zu unterstützen. Wir verlangen von der Mannschaft eine Reaktion durch Kampf und Leistung! Erst dann sind wir wieder bereit, wie gewohnt, alles zu geben und die Mannschaft lautstark anzupeitschen! Wir hoffen, dass sich viele FC-Fans und weitere Fanclubs der Aktion anschließen, um in Richtung Mannschaft und Verantwortliche ein Zeichen zu setzen.

„WIR WOLL’N EUCH KÄMPFEN SEH’N!“

Dachverband der Kölner Fanclubs e.V., vertreten durch: Troika Köln, Wilde Horde 1996, Cologne Billy-Goats, High Society Pulheim, Rote Böcke, Lauter Osten, Breite Geißböcke, Rheinmacht, Belgisch Hätz, Ultima Ratio Colonia/Forumsbus, Cologne Power East Belgium, Boyz Köln und Einzelpersonen

Kontakt: Holger Richter –> kontakt@fanclubs-koeln.de

Justitia Colonia unterstützt diese Aktion ausdrücklich und hofft, daß sich möglichst viele Fans dem Aufruf anschließen werden.

Scham

Nachstehender Beitrag wurde mit freundlicher Genehmigung des Autors dem Fan-Forum des 1. FC Köln entnommen. Justitia Colonia sagt danke.

Lieber FC,

ihr habt wieder einmal versagt. Erbärmlich versagt! Es ist ja nicht so, dass wir FC-Fans in den letzten 15 Jahren eine tolle Zeit erleben durften. Aber was ihr euch am Sonntag beim bis dahin Vorletzten in Essen erlaubt habt, sollte Euch allen die Schamesröte ins Gesicht treiben. Euch allen! Egal ob Spieler, Trainer oder Präsidium. Auch ich habe mich geschämt. Für Euch alle und den ganzen Verein. Ich stand fassungslos mit einem Gemisch aus Wut, Trauer & Scham im Gästeblock und konnte meinen Augen kaum trauen. Kein Einsatz, keine Spielkultur, kein Aufbäumen, kein…, kein… . Das war gar nix. Aber das wisst ihr ja (hoffentlich) selber.

Auf der Rückfahrt nach Köln konnte ich den Gesprächen von einigen jugendlichen FC-Fans (2 Mädels, 1 Junge, ca. 15 Jahre alt) folgen. Und diese Gespräche machten mich sehr nachdenklich. Ein Mädel war fast den Tränen nahe und schilderte, dass sie jetzt in Aachen in der Schule wieder nur Hohn und Spott über sich ergehen lassen müsse. Die lachen sie da eh schon aus und schütteln mit dem Kopf, dass sie ihr Taschengeld für diese Gurkentruppe ausgibt. Der Junge erzählte daraufhin, dass er sich das Geld für die Essen-Fahrt und Eintrittskarte von seiner Oma erbettelt hat und sein Vater das gar nicht wissen darf, dass er nach Essen gefahren ist. Der Vater verbietet (!) ihm sogar zum FC zu fahren und dem Verein das eh schon wenig vorhandene Geld auch noch in den Rachen zu werfen. Der andere Junge regte sich tierisch darüber auf, dass der FC es wieder mal geschafft hat, ihm die bisherigen Karnevals-Tage gründlich zu versauen und er den Rosenmontagszug jetzt lieber am TV gucken will, anstatt sich mit seinem FC-Trikot in der Südstadt dumme Sprüche anhören zu müssen.

So weit ist es schon gekommen, lieber FC. Ihr wart über Jahrzehnte der Stolz der Stadt Köln. Auf einer Stufe mit dem Dom. Mindestens. Und jetzt? Leute, welche die vergangenen ruhmreichen Tage miterleben durften, verbieten ihren Nachkommen den „Umgang“ mit Euch. Kinder aus dem weiteren Kölner Umland werden von Mitschülern verspottet und andere schämen sich Eure Farben und Symbole in der Öffentlichkeit zu tragen. Was ist nur aus meinem FC geworden. Ich könnte (wieder einmal) heulen, wenn ich sehe wie tief wir gesunken sind. Der Verein, der für mich an erster Stelle steht, dem ich ewige Treue geschworen habe und welcher in meinem Herz einen großen Platz einnimmt.

Ich komme mit dieser Situation zwar immer noch halbwegs zurecht. Auch wenn ich mit Euch selbst noch keine großen Erfolge feiern durfte, habe ich zumindest noch meine FC-Idole wie Schumacher, Littbarski & Co. live im Stadion oder das ein oder andere Uefacup-Spiel erleben dürfen. Das habe ich der jüngeren Generation noch voraus.

Aber die Generation welche vielleicht Euch z.B. „erst“ seit knapp 10 Jahren (also genau zur Zeit des 1. Abstiegs) quer durch die Republik folgen und supporten, die tut mir leid. Ein ständiges Auf- und Ab, wenige bis keine Identifikationsfiguren im Team, erschreckend schwache Leistungen & Spiele zu ungünstigen Zeiten in der Provinz. Das „durfte“ diese Generation erleben. Und dennoch sind diese Jungs & Mädels im Stadion, rufen Eure Namen und unterstützen Euch und den Verein. Und niemand hat es mehr verdient als diese Leute, dass sie von Euch dafür etwas zurückbekommen. Auf dem Platz. Niemand erwartet in jedem Spiel 110% Leistung von Euch. Das leisten Schüler oder Arbeitnehmer auch nicht täglich. Aber eine Einstellung welche zumindest Euren Willen zeigt, darf man wohl erwarten. Wenn nicht, dann habt ihr den Beruf verfehlt und werdet so die Leute verlieren, welche Euch eigentlich die Treue geschworen haben. Und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen dass ihr das wollt.

Um kurz zu den drei Jugendlichen aus dem Zug zurück zu kommen. Ich habe dreien im Zug kurz vor Köln jedem 10 Euro in die Hand gedrückt. Für deren Essen-Eintrittskarte. Denn diese war ihr Geld an diesem Sonntag Mittag nicht ansatzweise wert und mir tut das Geld nicht weh. Aber den dreien zauberte dies nach kurzer Erklärung meinerseits zumindest einmal kurz an diesem Tag ein Lächeln ins Gesicht. Und auch mir ging es als ich aus dem Zug stieg das erstemal seit 14.15 Uhr etwas besser.

Lieber FC, verspielt nicht all Eure Sympathie. Spielt nicht mit den Gefühlen Eurer Fans. Sondern zeigt, dass Ihr wollt und könnt. Dann schwören wir Euch weiterhin die Treue und unterstützen Euch bis zur allerletzten Minute. Egal wo und wann.

You´ll never walk alone!

- “Richard Gecko”, 20.02.2007

Quo vadis, Nr. 9?

Es hätte ein schöner Tag in Essen werden können. Stattdessen: Ein Desaster. Erneut hat der FC in der Provinz wichtige Punkte gelassen und sich in katastrophaler Verfassung gezeigt. Da konnte auch der zur zweiten Halbzeit eingewechselte Pillen-Pat nicht mehr helfen, auch wenn er sich vorbildlich immer wieder anbot. Mit der Leistung, die man schon in Braunschweig gezeigt hatte, konnte man nicht wirklich erwarten, gegen flinke Essener etwas zu reißen. Der Sieg der (baldigen) Absteiger geht also völlig in Ordnung.

Vorbildlich allein die mitgereisten Fans: “Ohne Kölle, wär hier gar nix los, ohne Kölle, wär hier gar nix los.”

Egal: Mund abputzen - und weiter kämpfen. Was auch sonst? Rosenmontag dürfte für die FC-Profis ausfallen. Recht so.


 

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