Spiegel Online berichtet:
Unerwarteter Abstiegskampf möglich: Der TuS Koblenz droht wegen Lizenzvergehen offensichtlich ein hoher Punktabzug. Laut Club-Präsident Sterzenbach könne es sich um nicht ordnungsgemäß gemeldete Spieler-Verträge handeln. Die DFL hat sich noch nicht geäußert.
Nach Aussage von Trainer Uwe Rapolder droht dem Fußball-Zweitligisten ein Punktabzug, der den Club an den Rand des Abstiegs bringen könnte. “Es ist ein Drama, was sich abspielt. Da geht es um unfassbar hohe Punktabzüge. Wir sollen mit bis zu neun Punkten betroffen sein”, sagte Rapolder dem “Express”. Offenbar soll die Bestrafung wegen Lizenzvergehen erfolgen. “Dazu kommen noch die Auflagen für die neue Saison. Da sollen schon die Saläre gedrückt werden”, sagte Rapolder.
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Sollte die TuS tatsächlich neun Zähler in der laufenden Saison einbüßen, dann könnte ausgerechnet der rheinland-pfälzische Rivale 1. FC Kaiserslautern, der Club des früheren Koblenzer Trainers Milan Sasic, am meisten davon profitieren. Der FCK (29 Punkte) würde dann nur noch zwei Zähler hinter den auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz zurückfallenden Koblenzern (dann 31 Punkte) liegen. Derzeit hat Kaiserslautern fünf Punkte Rückstand.
Tja, da versuchen DFB und DFL wohl mit allen Mitteln, ihren gelieben 1. FC Kaiserslautern zu retten. Das wäre Wettbewerbsverzerrung par excellence. Denn daß ausgerechnet der FCK von Lizenzvergehen und unsauberem Geschäftsgebahren eines Konkurrenten profitieren soll, ist ein Unding. Dieser Verein ist jahrelang von Politik und Lokalklüngel und mit Unmengen von Steuergeldern gehätschelt und getätschelt worden und hat von der Günstlingswirtschaft des DFB profitiert wie kein anderer Club.
Wie schreibt ein User im FC-Brett:
Dem ist nichts hinzuzufügen.
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Update: Die Fußball-Mafia DFL hat der TuS Koblenz nun tatsächlich 8 Punkte in der laufenden Saison abgezogen.
Die DFL heute:
Mit der Bestrafung noch in der laufenden Spielzeit trägt die DFL dem Grundsatz Rechnung, dass die Konsequenzen für Verfehlungen in derselben Saison wie die Verfehlung selbst zu tragen sind und die Integrität des Wettbewerbs soweit möglich wiederhergestellt wird.
Als vor fünf Jahren der 1. FC Kaiserslautern einen Punktabzug erhielt, hieß es noch:
Eine Punktstrafe für die folgende Spielzeit sei «gängige Praxis», so DFL-Sprecher Tom Bender. «Es soll vermieden werden, dass kurz vor Saisonschluss willkürlich in den Spielbetrieb eingegriffen wird.»
Jeder möge sich seinen Teil denken.
Als Kölner wünsche ich den Koblenzern, daß sie in den nächsten Spielen die Antwort auf dem Platz geben und der 1. FC Kaiserslautern trotz der Schützenhilfe von ganz oben in der nächsten Saison in der Drittklassigkeit verschwindet.
Update 2:
Ein Posting des Users “Michel” im FC-Forum bringt es auf den Punkt:
1. Dem FCK wurde zunächst sportlich die Möglichkeit eingeräumt, die Klasse zu erhalten.2. Durch die Entscheidung 1 Tag vor einem entscheidenden Spieltag wurde der FCK moralisch aufgebaut und die TuS in die Hölle geschickt. Seltsam, oder?
3. Die Entscheidung hätte man auch am letzten Spieltag bekannt geben können, dann wäre es eh egal gewesen
4. Wenn es dann für den FCK nicht reichen sollte, hat man den finanziellen Spielraum für die TuS so gestaltet, dass sie keine Lizenz erhalten wird und dann der erste eigentliche Absteiger drin bleiben wird. Und wer ist das wohl?
5. Die 8 Punkte Abzug könnte man ja vielleicht noch verkraften, aber die 200.000 € sind ja auch nicht von schlechten Eltern. Hinzu kommt, dass die Gelder aus der Fernsehübertragung pro Platz genau 135.000 € ausmachen, d.h. bei 6 Plätzen Verlust reden wir über 810.000 € + 200.000 € Strafe = mehr als 1 Million Euro Strafe. Und genau das haben viele noch überhaupt nicht realisiert.
Für die TuS bedeutet dies zumindest finanziell das Ende und schlussendlich den von der DFL beabsichtigten Verbleib den Skandalvereins FCK in der Liga.
Tags: Fußball-Mafia, DFB, DFL, Kaiserlautern, Koblenz


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